Verband SOS KMU

Sehr geehrte Damen und Herren
 
Nach der Stilllegung zehntausender KMU-Betriebe im ersten Lockdown, also im Frühjahr 2020, starteten wir die Aktion SOS KMU, ausgerichtet auf das Manifest SOS KMU.
 
SOS KMU sieht Tausende von KMU-Betrieben nicht nur durch die behördlich verfügten Stilllegungsmassnahmen bedroht. Die KMU-Betriebe werden seit mehreren Jahren durch laufend zunehmende Regulierung, laufend zunehmende Verfügungen der Staatsbürokratie und davon abgeleiteten zunehmend spitzfindigeren Kontrollen schwer belastet und in ihrer Existenz beeinträchtigt.
 
Bisher konnten 25 Persönlichkeiten, die Mehrheit Mitglieder der Eidgenössischen Räte, aber auch Exponenten kantonaler Parlamente, als Mitkämpfer für die Ideen von SOS KMU gewonnen werden.
 
Ausserdem haben über eintausendfünfhundert Persönlichkeiten das «Manifest SOS KMU – Befreit die KMU-Betriebe aus dem Bürokratie-Würgegriff» unterzeichnet.
 
Die Aktion SOS KMU hat sich mit grossem Engagement am erfolgreichen Referendum gegen das CO2-Gesetz beteiligt. SOS KMU hat sodann die anfangs Februar lancierte Petition «Beizen für Büezer» nachdrücklich unterstützt. Die Petition konnte am 15. Februar mit über 50’000 Unterschriften, gesammelt in rund vierzehn Tagen, eingereicht werden.
 
SOS KMU bereitet derzeit eine eigene Kampagne gegen das den Mittelstand und insbesondere KMU-Betriebe schwer belastende CO2-Gesetz vor, das am 13. Juni dieses Jahres zur Abstimmung kommt.
 
In der kommenden März-Session werden mehrere Parlamentarier, die in Kontakt mit uns stehen, Vorstösse zugunsten der vom Lockdown schwer getroffenen KMU-Betriebe einreichen (solche Vorstösse können nur während Parlamentssessionen eingereicht werden).
 
Mitten in diesen zielgerichteten Vorarbeiten werden wir mit der Tatsache konfrontiert, dass einige Personen – ohne uns im geringsten zu orientieren – einen «SOS KMU-Verband» im Januar 2021 gegründet haben. Während die von uns ins Leben gerufene Aktion SOS KMU sich ganz auf politische Aktionen, die KMU-Betrieben rasch spürbare Erleichterung als Überlebenshilfe gewährleisten sollen, konzentriert, verlangt dieser neugegründete Verband zunächst einmal einen Eintrittsbeitrag von Fr. 200.-.
 
Wie wir feststellen, werden Persönlichkeiten, die sich an unserer Aktion SOS KMU beteiligt haben, jetzt von diesem Verband beworben und zur Mitgliedschaft eingeladen. Wir sind über die Gründung dieser Organisation nie orientiert worden.
 
Vor zirka einer Woche wurden wir auf diesen Verband aufmerksam gemacht. Wir haben sofort Kontakt aufgenommen und Hand geboten für ein Gespräch, das am kommenden 18. Februar stattfinden wird. Aber bereits vor diesem Datum betreibt der Verband Werbung bei Adressen, die von uns auf unserer Website als Manifest-Unterzeichner aufgeführt sind. Dass zwischen diesem «Verband» und unserer Aktion SOS KMU keinerlei Zusammenhang besteht – darüber findet keine Orientierung statt.
 
Jede Empfängerin, jeder Empfänger von Beitrittsaufforderungen dieses neuen Verbandes mag selbst entscheiden, wie sie oder er sich dieser neuen Organisation gegenüber verhalten will. Wir möchten nur betonen: Mit unserer Aktion SOS KMU, mit unseren Anstrengungen zugunsten von KMU-Betrieben hat dieser Verband nichts zu tun. Sein Auftritt gleicht eher dem Versuch einer «feindlichen Übernahme» dessen, was die Aktion SOS-KMU bisher geleistet hat. Und mit dem verlangten Eintrittspreis von Fr. 200.- scheinen auch kommerzielle Interessen bei der Lancierung eine Rolle zu spielen.

Ulrich Schlüer

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